Singlereisen: Auf eigene Faust
Eine brennende Frage, mit der sich Touristikforscher dieser Tage immer öfter konfrontiert sehen, ist jene, warum immer mehr Menschen alleine reisen. Egal ob Fernreise oder Kurzurlaub, immer öfter fasst man den Entschluss alleine auf Reisen zu gehen. Das Alter der Alleinreisenden ist unterschiedlich. Der 17-jährige Schüler reist ebenso gerne allein in ferne Länder wie eine Pensionistin hohen Alters. Welche Hintergründe und Überlegungen lassen diese Menschen auf die Idee kommen ihren Urlaub alleine, und nicht in der Reisegruppe, verbringen zu wollen?
Zum einen ist ein klarer Trend dahingehend auszumachen, dass viele Alleinstehende, egal ob Männer oder Frauen, schlicht und einfach keinen Reisepartner haben. Die Möglichkeit mit Freunden und Bekannten in den Urlaub zu fahren bietet sich auch nicht immer. So bleibt oftmals nur die Option, sich alleine auf Reisen zu begeben und das Beste daraus zu machen. Besonders entgegen kommt diesen Personen das reichhaltige Angebot an Singlereisen und Kurzurlauben. Zumeist bestehen diese Pauschalangebot aus einem Wochenendaufenthalt in einem heimischen oder ausländischen Hotel, das im Besonderen für Singles ausgerichtet ist. Ziel eines solchen Urlaubs soll es sein, dass die Gäste jemand anderen kennen lernen und so ihr Singledasein, zumindest für die Dauer des Urlaubs, beenden. Dass dieses einfache Schema der zwischenmenschlichen Beziehung nicht immer funktioniert zeigt, dass sich aus den Gästen eines Singlehotels oftmals eine regelrechte Stammkundschaft bilden kann. Der Nutzen der Single Reise liegt dabei eindeutig beim Hotel und nicht wie erhofft beim Gast.
Ein zweiter Aspekt, warum man sich auf eine Reise ohne jegliche Begleitung einlassen sollte, ist jener, dass viele Mitglieder unserer Gesellschaft ihren Urlaub nicht dazu verwenden um mit ihrer Familie Zeit zu verbringen, sondern alleine zu entspannen und abzuschalten. Besonders jene, die in ihrem Beruf ständig unter Druck und Stress stehen, werden diese Variante des Urlaubens bestimmt bevorzugen.
In beiden Fällen bleibt allerdings nur zu hoffen, dass sich der oder die Reisende zum Zeitpunkt des Geschehens nicht langweilt und so seine oder ihre Entscheidung bereut.